Amazon Gebühren: Kosten + Tipps zur Kostensenkung für Onlinehändler
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Der Verkauf auf Amazon ist für Onlinehändler oft nicht gerade einfach. Die Preisstruktur wird von Jahr zu Jahr undurchsichtiger, und Gebührenerhöhungen von sechs bis acht Prozent für Versand und Lagerung scheinen eher die Regel als die Ausnahme zu sein – oft begründet mit steigenden Kraftstoffpreisen und anhaltender Inflation.
Wenn du auf Amazon verkaufst, lohnt es sich, genau zu verstehen, welche Gebühren dir berechnet werden, warum sie ständig steigen und was du tun kannst, um deine Gewinnspannen zu sichern. In diesem Artikel schlüsseln wir die Amazon-Gebührenstruktur auf und zeigen dir, wie du deine Abhängigkeit davon verringern kannst.

Welche Gebühren berechnet Amazon den Verkäufern?
Amazon bietet zwei Verkaufspläne mit unterschiedlichen Gebührenstrukturen an: den „Individual“-Plan und den „Professional“-Plan. Die monatliche Grundgebühr unterscheidet sich je nach Plan. Beim „Professional“-Plan zahlst du eine feste monatliche Gebühr (ca. 39 € pro Monat), während du beim „Individual“-Plan statt einer Grundgebühr eine Gebühr pro Artikel (ca. 0,99 € pro Verkauf) zahlst. Als Faustregel gilt: Der „Professional“-Tarif lohnt sich ab einem Absatz von etwa 40 Einheiten pro Monat.
Zusätzlich zum Tarif fällt bei jedem Verkauf eine Vermittlungsgebühr (eine Verkaufsprovision) an. Wie hoch diese ist, hängt von der Produktkategorie und dem Verkaufsland ab. Amazon erhebt außerdem eine Mindestvermittlungsgebühr von etwa 0,30 € pro Artikel, wobei Medienprodukte wie Bücher und DVDs, Lebensmittel, Software und Spielkonsolen davon ausgenommen sind.
Amazon-Vermittlungsgebühren nach Kategorie
Die Vermittlungsgebühren (Referral) liegen in der Regel zwischen etwa 6 % und 45 % und betragen im Durchschnitt rund 15 %. Sie beziehen sich auf den Gesamtverkaufspreis, also den vollen Betrag, den der Käufer bezahlt, einschließlich Produkt und Versand. Die folgenden Zahlen dienen als Orientierung. Informiere dich immer im Amazon Seller Central-Portal über die Sätze, die aktuell für deine Kategorien und deinen Marktplatz gelten.
Kateogie | Referral-Gebühr (Erfahrungswert) |
|---|---|
Computer | 7% |
Unterhaltungselektronik | 7% |
Großgeräte | 7% |
Bier, Wein und Spirituosen | 10% |
Fahrräder | 10% |
Reifen | 10% |
Additive Fertigung | 12% |
Computer- und Elektronikzubehör | 12% |
Heimwerkerbedarf | 12% |
Industrie und Wissenschaft | 12% |
Bücher, Musik, Video und DVD | 15% |
Automobil und Powersport | 15% |
Lebensmittel und Feinkost | 15% |
Software | 15% |
Sport und Outdoor | 15% |
Videospiele | 15% |
Uhren | 15% |
Schmuck | 20% |
Zubehör für Amazon-Geräte | 45% |
Für Medienprodukte fällt außerdem eine feste Abschlussgebühr an (etwa 1,01 € für Bücher und rund 0,81 € für Musik, DVDs und Videos sowie Spiele und Software). Hinzu kommen noch Fulfillment-Gebühren, wenn du „Fulfillment by Amazon“ (FBA) nutzt; diese richten sich nach Größe und Gewicht.
Sendcloud sagt erhöhten Amazon Gebühren den Kampf an!
Du hast es wahrscheinlich bereits selbst gemerkt, dass in den letzten Jahren die Amazon Gebühren für den Versand immens gestiegen sind. Nimmt man die Erhöhungen von Ende März und die kommenden Anpassungen Mitte Mai zusammen, so beträgt die Kostenerhöhung bei einigen Sparten im Schnitt sogar mehr als 20 Prozent (!) – verglichen mit den Gebühren Anfang des Jahres.
Für Onlinehändler wie dich, die ihre Pakete möglichst günstig und effizient verschicken möchten, sind das alles andere als gute Aussichten. Doch das muss nicht sein! Wir zeigen dir im Folgenden, wie du mithilfe von Sendcloud den hohen Amazon Gebühren entfliehen kannst.
Mit Sendcloud auf alternativen Marktplätzen oder mit dem eigenen Onlineshop durchstarten
Fakt ist: Amazon ist mit 50 Prozent Marktanteil Spitzenreiter im deutschen Onlinehandel. Dennoch ist der Konzern nicht zwingend die optimale Wahl für dein Unternehmen. Produkte, die eine ausgewählte Kundschaft ansprechen, werden bspw. auf Nischenmarktplätzen stärker wahrgenommen.
Wer smart ist, setzt nicht erst seit den regelmäßigen Gebührenerhöhungen von Amazon auf den Onlinevertrieb über mehrere Marktplätze, wie z.B. eBay, Kaufland.de, Etsy und Co. Mit der leistungsstarken und individuell gestaltbaren Versandabwicklung durch Sendcloud ist der Umzug zu alternativen Marktplätzen und/oder der Verkauf über den eigenen Onlineshop denkbar einfach.
Dazu bietet Sendcloud über 50 Plug & Play Integrationen an. Mit der Sendcloud API kannst du außerdem individuell anpassbare Versandfunktionen zu jedem beliebigen Shop oder Marktplatz hinzufügen. Zudem profitierst du beim Versand mit Sendcloud von vorverhandelten, Versandpreisen.
Doch worauf solltest du auf der Suche nach dem idealen Online-Marktplatz für dich und dein Business genau achten?
Diese Punkte solltest du neben den Gebühren noch beachten, wenn du dich für einen E-Commerce-Marktplatz entscheidest:
Reichweite: Die höchste Reichweite ist nicht gleich immer am lukrativsten. Auf Plattformen mit einem weniger breiten Angebot kannst du Streuverluste vermeiden und dadurch mehr Umsatz erzielen.
Ausrichtung: Auch hier kann es klüger sein, auf Marktplätze zu setzen, die auf eine bestimmte Zielgruppe ausgerichtet sind.
Usability: Das Einstellen und der Verkauf von Produkten sollten einfach zu handhaben sein. Zudem sollte der Gestaltungsspielraum der Artikelseiten in die Entscheidung für oder gegen einen Marktplatz mit einfließen.
Konkurrenz: Ist die Konkurrenz auf dem Marktplatz sehr hoch und deine Werbekosten eher geringer? Dann ist es eventuell sinnvoller, sich für eine Alternative zu entscheiden.
Schnittstellen: Wenn du einen eigenen Onlineshop betreibst, solltest du prüfen, welcher Marktplatz passende Schnittstellen anbietet. Auch die Kompatibilität mit bspw. einer Versandplattform wie Sendcloud kann dich dabei unterstützen, den Versand erfolgreicher abwickeln zu können.
Die besten Marktplätze findest du außerdem nochmal zusammengefasst in unserem Blogbeitrag „Verkaufen im Online-Marktplatz: Strategien und Alternativen in der Übersicht“.
Sendcloud als die All-in-One Versandplattform für Amazon Händler
Der komplette Umzug auf andere Online-Marktplätze oder zum eigenen Onlineshop ist aufgrund eines äußerst starken Kundesegments auf Amazon keine Option für dich? Und trotz der erhöhten Gebühren möchtest du deinen Verkauf über Amazon erst einmal fortsetzen?
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Amazon Tracking & Sendcloud
Seit April 2021 hat Amazon eine Pflicht zur Angabe der Sendungsverfolgungsnummer/Amazon Tracking Nummer eingeführt. Sendcloud bietet dir eine reibungslose Integration von Sendungsverfolgungsnummern und Sendungsinformationen an. In unserem Blogartikel zum Thema Amazon Tracking erfährst du alles zu den Hintergründen und wie du mit Sendcloud den Durchblick als Amazon Seller behältst.
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Amazon Gebühren: Häufig gestellte Fragen
Fällt bei Fulfillment by Amazon eine Umsatzsteuer an?
Amazon-Händler und Käufer gibt es in der ganzen Welt. Daher sind bei dem Versand auf Amazon auch die rechtlichen Besonderheiten bezüglich der Umsatzsteuer zu beachten. Fulfillment by Amazon ist ein Dienst, der von Amazon Luxemburg abgerechnet wird. Betreibst du ein deutsches Amazon Business, bedeutet das für dich, dass du für die FBA Gebühren keine Umsatzsteuer bezahlst. Hier gilt das Reverse-Charge-Verfahren. Für die über FBA versandte Ware muss jedoch dem Käufer eine Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt werden. Hierbei gilt für die nicht der Versandort, sondern der Leistungsort, also das Land des Käufers.

Wie viel Gebühren verlangt Amazon für Fulfillment by Amazon?
Amazon bietet Onlinehändlern zwei Möglichkeiten mit verschiedenen Gebührenstrukturen: die Verkaufstarife „Einzelanbieter“ und „Professionell“. Die monatliche Abonnementgebühr für Verkäufer ist je nach Tarif unterschiedlich: Für den Tarif „Professionell“ zahlst du 39 Euro pro Monat und für „Einzelanbieter“ werden Verkaufsgebühren pro Artikel berechnet. Diese belaufen sich auf 0,99 Euro pro Verkauf. Der Tarif „Professionell“ lohnt sich demnach erst ab einem Absatz von 40 Einheiten pro Monat.
Bei jedem Verkauf fällt zudem eine weitere Gebühr an: Eine Vermittlungsgebühr oder eine Verkaufsprovision. Die Höhe dieser ist von der jeweiligen Produkt-Kategorie und dem Verkaufsland abhängig.
Nachfolgend findest du die kategoriespezifischen Amazon Vermittlungs-/Verkaufsgebühren tabellarisch aufgeführt, die du auch auf der Amazon Seller Page findest:
Kategorie | Prozentuale Verkaufsgebühr |
|---|---|
Additive Fertigung | 12 % |
Zubehör für Amazon-Geräte | 45 % |
Bier, Wein & Spirituosen | 10 % |
Bücher, Musik, Videos und DVDs | 15 % |
Auto & Motorrad | 15 % |
Computer | 7 % |
Computer-Zubehör | 12 % |
Elektronik | 7 % |
Fahrräder | 10 % |
Baumarkt | 12 % |
Lehrmaterialien | 15 % |
Elektronik-Zubehör | 12 % |
Durchflussregelung & Filtration | 12 % |
Flüssigkeitstransfer | 12 % |
Systemgastronomie-Ausrüstung & Zubehör | 15 % |
Lebensmittel | 15 % |
Elektroinstallation | 12 % |
Industrielle Werkzeuge & Instrumente | 12 % |
Schmuck | 20 % |
Großgeräte (ohne Zubehör, Mikrowellen und Dunstabzugshauben) | 7 % |
Materialtransportprodukte | 12 % |
Schleifmittel & Veredlungsprodukte | 12 % |
Musikinstrumente & DJ-Equipment | 12 % |
Software | 15 % |
Sport & Freizeit | 15 % |
Reifen | 10 % |
Videospiele | 15 % |
Videospielkonsolen | 8 % |
Uhren | 15 % |
Andere Produkte | 15 % |
Die prozentualen Vermittlungs-/Verkaufsgebühren liegen demnach zwischen 6 und 45 Prozent und durchschnittlich bei 15 Prozent. Sie beziehen sich den Gesamtverkaufspreis, also auf den vom Käufer zuzahlenden Endpreis, der die Kosten für das Produkt sowie für den Versand umfasst. Bei Medienprodukten wird zudem eine Abschlussgebühr berechnet. Diese beträgt 1,01 Euro für Bücher, 0,81 Euro für Musik, 0,81 Euro für DVDs und Videos und 0,81 Euro für Videospiele und Software. Mit dem Amazon Gebührenrechner kannst du herausfinden, was du zusätzlich für den Versand zahlen musst.
Wie viel Provision nimmt Amazon?
Die Höhe der Verkaufsgebühr bzw. Vermittlungsgebühr ist von der jeweiligen Produkt-Kategorie und dem Verkaufsland abhängig.
Was kostet es, bei Amazon zu verkaufen?
Amazon erhebt eine Mindestverkaufsgebühr von 0,30 Euro pro Artikel. Medienprodukte wie Bücher oder DVDs, Lebensmittel, Software oder Videospielkonsolen sind hiervon ausgenommen.
Wie hoch sind die Gebühren bei Amazon?
Seit dem 31. März 2022 liegt die Verkaufsgebühr in Deutschland zwischen 6 und 45 Prozent und durchschnittlich bei 15 Prozent. Ab 12. Mai 2022 fällt zudem ein Aufschlag von 4,3 Prozent beim Versand an.
Wo finde ich die Amazon Gebühren?
Die kategorischen Amazon Verkaufsgebühren findest du auf dem Amazon Seller Central Portal.

Wie wichtig ist die passende E-Commerce-Logistik für Onlinehändler?
Eine effiziente Logistik ist für viele Onlineshops für deren Erfolg entscheidend. Wenn es bspw. bei dem Versand und der Lagerung hakt, fällt die Conversion Rate häufig ebenfalls ungünstig aus. Zur E-Commerce-Logistik zählen neben den Versandkosten auch die Kosten für die Lagerung, Kommissionierung, Verpackung und Retouren. Onlineshops, die diese Kosten 1:1 an ihre Kunden weitergeben, können sich meist nicht von der Konkurrenz abheben.
Wenn die Versandkosten in einem Shop für den Kunden zu hoch erscheinen, sucht er mehrheitlich auf anderen Portalen nach demselben Produkt oder ähnlichen Gütern. Wie du als Marktplatzhändler – unabhängig von deiner Größe – deine Logistik profitabel organisieren kannst, erfährst du in unserem Blogbeitrag zum Thema E-Commerce-Logistik.
Wenn es um die Versandabwicklung geht, ist Sendcloud die ideale All-in-One Versandplattform für den E-Commerce. Sendcloud hilft bereits mehr als 23.000 Händlern, Zeit und Geld zu sparen. Du bist interessiert? Dann probiere es doch kostenlos aus und erstelle deinen Sendcloud Account: Kostenlos anmelden

Autor und Rechercheur
Alexandra vereint Expertise in Event-Marketing und Kommunikationsdesign und leitet bei Sendcloud globale Event- und Partner-Marketing-Initiativen für die E-Commerce- und Logistikbranche.

Fachexperte
Dirk Bothof ist Product Lead bei Sendcloud und Experte für E-Commerce-Logistik, Plattformintegrationen und Versandtechnologie. Er teilt Einblicke zu Produktinnovationen und skalierbaren Lösungen für Onlinehändler.
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